aus alt mach bunt

Meine Mama hatte irgendwann mal vor Jahren den Wunsch, im Wohnzimmer ein zauberhaftes Puppenhaus voll mit puppenhausniedlichen Puppenkrempel zu haben. Sie wollte schöne, antike Holzmöbel, Teller und Besteck und selbstgebastelte Accessoires aus Salzteig, gehäkelte Deckchen und und und. Es sollte nicht unbedingt ein Puppenhaus zum Spielen, sondern eines zum Ansehen werden. Diesen kleinen Traum hat sie sich aus unterschiedlichen Gründen niemals so ganz erfüllt, aber sie fing mal an zu sammeln. So zog damals, vor rund 10 oder sogar 15 Jahren, ein Holzpuppenhaus bei uns ein und wurde nach und nach ein kleines bißchen mit Stilleben gefüllt. Wie gesagt, war es nie vollständig und ohnehin irgendwie dann doch nie so, wie meine Mama es sich wünschte. So wurde es auf dem Dachboden eingemottet. Als ich dann gefragt wurde, ob wir das Puppenhaus nicht für unser Mini-puppenhaus1Menschen-Mädchen haben wollten, verdrehte ich ablehnend die Augen. Noch mehr Krempel und noch so ein oller dazu. Danke, nein.

Auf der Kind+Jugend-Messe machte unsere Frieda dann Bekanntschaft mit den biegsamen Little Friends Puppenhausfiguren von HABA und sofort musste ich an das Puppenhaus auf dem Dachboden meines Elternhauses denken und an einen wundervollen Beitrag auf dem Blog „Baby, Kind & Meer“ von Mari, die vor längerer Zeit mit ihren Töchtern Lilli und Lotte ein Puppenhaus für die KiTa selbst bemalte. Also zog das riesige Holzteil dann doch bei uns ein und wurde, obwohl es in meinen Augen weder attraktiv aussah noch Möbel in ihm standen, vom ersten Tag an toll bespielt. So ging ich also nach und nach ans Werk und bemalte das Puppenhaus mit Fingerfarben, mischte und werkelte. Selbstklebende Baumwollstoffe von puppenhaus2Tedi dienen als Tapeten und zuletzt verlegten wir noch Fußboden. Einen knallig-grünen Veloursteppich im Obergeschoss und in der unteren Etagen, in der sich momentan die Küche und das Badezimmer befinden, einen PVC in Fliesenoptik. Meine Mama, die sich dann sowieso auf einen Besuch in Köln ankündigte, schleppte dann die gesamte Puppenhausmöbel-Kiste bei uns an und schnell richteten wir alles ein. In unserem Lieblingsläden Spiel + Kleid in der Innenstadt besorgten wir uns dann noch vier zusätzliche Little Friends, damit wir ein kleines bißchen Familienleben nachspielen können.

Seitdem das alte Holzpuppenhaus meiner Mama schön bemalt, toll eingerichtet ist und so niedliche Figuren in ihm puppenhaus3
leben, ist es zum Dreh und Angelpunkt des kunterbunten Frieda-Zimmers geworden. Wir alle sitzen, knien und stehen jeden Tag wirklich oft davor und spielen tolle Alltagszenen. Während Papa in der Küche steht und am Herd die Pfane schwenkt, wischt die kleine Lea das Bad, Mama macht Pipi auf dem Klo, Lilli schläft und Bruder Matze saugt. Jeder macht eben das, was gerade so anliegt, wozu er Lust hat oder was gemacht werden muss. Manchmal gibt’s auch Streit, es fliegen Teller oder Möbel werden in andere Zimmer verrückt. Im Puppenhaus ist unser Mini-Menschen-Mädchen der Chef. So ganz fix und fertig sind wir allerdings mit der Einrichtung und Dekoration noch nicht. Es fehlen noch einige Möbel, wir wollen noch Blumen und Grünzeug die Holzleisten hochranken lassen und ein paar glitzernde Funkelsteinchen platzieren. Wir sind jedenfalls ganz happy und wollen euch ermutigen auch so schöne „aus alt mach puppenhaus4bunt“-Projekte in Angriff zu nehmen. Es macht total Spaß – beim Malen, Einrichten, Dekorieren und vor allem beim Spielen.

Für die kleinen Mini-Meschen ist nicht immer nur das Tollste und Neuste angesagt, sondern ganz oft kann man sie schon mit den Kleinsten oder Ältesten so glücklich machen. Welches Teil aus eurer Kindheit oder aus Omas Keller habt ihr mal aufgehübscht und wird jetzt bespielt?

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