eine militante nichtraucherin

Bekanntlich sind ehemalige Raucher die anstrengendsten Nichtraucher ever. Ich wollte niemals so jemand werden, bin es aber jetzt irgendwie doch. Ich habe früher, einige Monate bevor ich die Pille abgesetzt habe um schwanger zu werden, recht viel und auch sehr gerne geraucht. Ich mochte die Geselligkeit, aber auch das Rauchen an sich. Ja, mir hat’s sogar geschmeckt. Ich liebte die Pause vom Trubel, den Moment mit mir, die netten Gespräche mit anderen Rauchern. Ach, einfach alles. Nun sehe ich die ganze Raucherei seit über drei Jahren eben aus der anderen Perspektive und ich kann nur sagen: Rauch nervt mich nicht nur, nein. Er stört mich. Er belästigt mich sogar richtig. Seit dem ich Mama bin, hat sich bei mir nochmal mehr ein Schalter umgelegt und ich ärgere mich wahnsinnig über Menschen in unserem Umfeld, die ihren blauen Dunst einfach in unserer Nähe auspusten. Ungeachtet der Tatsache, dass ein kleines Mini-Menschen-Kind diesen ekelhaften Qualm einatmen könnte oder vielleicht sogar muss. Am schlimmsten finde ich die Menschen, die an öffentlichen Plätzen in den Nichtraucherbereichen quarzen. Erlebt man immer wieder. Im Zoo, am Bahngleis oder sogar auf dem Spielplatz. Seid ihr eigentlich schon mal morgens zum Bahnhof gekommen? Bei uns stehen allmorgendlich mindestens 20 Raucher neben den Aschenbechern vor dem Bahnhof und somit leider unweigerlich vor den Eingangstüren. Und wer muss durch den Rauch? Wir! Super Sache. Nicht.

Stelle ich mich zu sehr an? Klar, unsere Frieda fällt jetzt nicht auf der Stelle tot um, weil sie mal etwas Zigarettenrauch einatmet, aber muss das denn bitte sein? Klar, es gibt tatsächlich immer noch Eltern, die in ihrer Wohnung oder im Auto rauchen, obwohl ihre Mini-Menschen-Kinder dabei sind. Das ist natürlich mit unsere, „Problemchen“ nicht zu vergleichen. Trotzdem wünsche ich mir noch viel mehr Rücksichtnahme in der Gesellschaft. Gerade als Mama mit kleinem Kind. Muss man sich überall und bei jeder Gelegenheit einen Glimmstängel anstecken, egal wer da hinter einem hergeht und vielleicht den Smok abbekommt? Müssen Eltern mit ihren Kindern ständig die Straßenseite wechseln, um dem Rauch zu entkommen? Nein, ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn Leute rauchen. Ich kann Gründe für’s Rauchen tatsächlich auch sehr gut nachvollziehen. Jeder kann ja machen, was er möchte, wann er möchte und wie oft. Aber eben nicht immer wo sie wollen, denn Raucher belästigen mich als Nichtraucher und sobald die Freiheit des einen durch die Freiheit eines anderen eingeschränkt wird…Ihr wisst schon. Vielleicht muss ich aufs Land ziehen. Raus aus der Stadt. Frische Luft und so. Weniger ignorante (rauchende) Menschen auf einen Haufen. Ich jedenfalls bin es ziemlich leid. Ich will für mein Kind und mich selbst den Qualm nicht mehr einatmen müssen.

Raucht ihr? Stört euch der Rauch der anderen Menschen, wenn ihr mit euren Kindern unterwegs seid? Was denkt ihr über Raucher, die sich nicht an die Nichtraucherbereiche halten? Oder bin ich in euren Augen zu empfindlich? Über konstruktive Gedanken freue ich mich – wie immer!

1 Comment

  • Ich bin erst seit diesem Jahr Nichtraucherin. Bei jedem Raucher der mir entgegen kommt rümpfe ich auch die Nase. Aber ich rege mich gar nicht so auf. Mein Mann war da hingegen sooo schlimm. Ständig war er am Motzen über Raucher und deren „Geruch“ und mein Vater ist bis heute ein militanter Nichtraucher! 😉 Also, du bist nicht alleine.

    Ganz liebe Grüße Melanie

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