freundschaften unter Kindern

freundschaft1ALLTAGSGESCHICHTE Freundschaften sind wichtig für Groß und Klein. Wer gute Freunde hat, ist nachweislich weniger gestresst und insgesamt selbstbewusster. Freunde hören zu, trösten einander, erzählen sich Gedanken und Gefühle und lachen gemeinsam. Seitdem ich Mama bin, hat sich meine Freundesliste deutlich reduziert. Schnell wurde klar, wer Verständnis für mich in meiner neuen Rolle als Mutter und meinen damit verbundenen Bedürfnissen hatte oder eben nicht. Die Freundinnen, die geblieben sind, sind in meinen Augen wahre Freundschaften. Außerdem sind noch neue Bekanntschaften dazugekommen, die sich tatsächlich auch zu Freundschaften entwickeln könnten. Wollen wir mal sehen. Intensivere Freundschaften entwickeln sich ab dem Kindergartenalter und auch bei unserem Mini-Menschen-Mädchen fangen nun langsam erste Verabredungen an. Es ist so schön und so süß! Und es lässt das Kind enorm wachsen.

Freundschaften – wenige, aber innige

freundshaft3Unsere Frieda ist mit ihrer sensiblen und eher introvertierten Art ganz sicher kein Typ für spontane, kurzfristige Beziehungen zu anderen Kindern. Sie würde sich bisher niemals nur für eine Spielsequenz oder einen Nachmittag auf dem Spielplatz „befreunden, sondern braucht viel mehr Zeit als zahlreiche andere Kinder. Sie ist eher abwartend und lernt Menschen gerne lange kennen. Das gilt übrigens für Kinder gleichermaßen wie für Erwachsene. Unsere Frieda leidet keineswegs darunter, sondern ist ziemlich sicher sehr glücklich damit nicht zu viele freundschaftliche Kontakte zu anderen Kindern zu pflegen und deshalb noch sehr viel Freizeit für sich selbst zu haben. Zeit, um zu Hause in Ruhe zu spielen, mit ihrer Familie die Natur zu genießen, Oma zu besuchen, sich um unsere Tiere zu kümmern und natürlich auch ihrem Hobby dem Reiten zu frönen. Und dennoch entwickelt sich da gerade eine ganz wunderbare, emotionale Beziehung zu einem Jungen aus ihrer U3-Gruppe. Nun treffen wir uns immer mal wieder und machen schöne Sachen zusammen. Eis essen, Picknick auf einer Wiese am Spielplatz, Ponyreiten oder einfach „nur“ freies Spiel in einem der beiden Kinderzimmer. Die beiden sind unglaublich zauberhaft zusammen, können besonders gut zusammen spielen, unterstützen sich gegenseitig und achten aufeinander. Sie sind beide vom Wesen her eher ruhig und bedacht. Für uns als Beobachter des Spielgeschehens scheint diese sich entwickelnde Kinderfreundschaft auch sehr ausgeglichen. Mal hat der eine das Sagen, mal der andere. Es sieht echt schön aus, wenn die beiden miteinander beschäftigt sind. Mit der Mama des Jungen verstehe ich mich übrigens auch blendend (das kann ja auch anders sein…).

kinderFreundschaft machen stark

freundschaft2Für unsere Frieda steht ja jetzt im Sommer der Wechsel in die Ü3-Gruppe der KiTa an. Erfreulicherweise können Frieda und ihr Freund gemeinsam in die neue Gruppe wechseln. Das wird beiden den Übergang zu den „Großen“ sehr erleichtern, denke ich. Sie stoßen nicht als Einzelne in eine bestehende Gruppe, sondern haben jedenfalls schon mal sich. Sie werden sich zusammen bestimmt etwas stärker, durchsetzungsfähiger und kompetenter wahrnehmen. Ich habe ein sehr gutes Gefühl dabei. Mit einer lieben Mama, die hier auch mitliest und die ich auf diesem Wege grüße, und ihrer Tochter wollen wir ebenfalls ein privates Kennenlernen arrangieren und unsere zurückhaltenden Mini-Menschen-Mädchen bewusst zusammen führen. Da das Mädchen bereits in Friedas zukünftiger Ü3-Gruppe ist, wäre auch hier eine nette Freundschaft schön, finde ich. Aber natürlich ist von uns Bezugspersonen nun schon Zurückhaltung gefordert. Echte und innige Freundschaften lassen sich ja nicht erzwingen, auch nicht unter Kindern. Nicht immer sind sich die Kinder so sympathisch wie sich die Mütter es sich vielleicht sind.

Wie sind die Freundschaften eurer Kinder so? Haben sie eher viele oder wenige? Halten die Freundschaften schon lange? Habt ihr selbst noch Freunde aus Kindheitstagen?

7 Comments

  • Ein schöner Bericht! Mein Kind hat seinen längsten Freund quasi seit Geburt, da es der Sohn enger Freunde ist und die beiden zusammen aufwachsen. Allerdings haben wir auch zwei weitere Jungs im gleichen Alter, mit denen keine Freundschaft entstanden ist. Es reicht, um gemeinsam was zu unternehmen, aber alleine hätten die Kinder sich nicht verabredet. Im Kindergarten spielt er mit einigen, und mit einem Kind spielt er regelmäßig auch ausserhalb. Falls es relevant ist,er ist 4 Jahre alt.

  • Unser fünfjähriger Sohn kommt schnell mit Kindern in Kontakt. Alle mögen ihn und er findet schnell Anschluss egal wo er ist. Mit dem Nachbarsmädchen von nebenan verbindet er eine ganz innige Freundschaft, obwohl sie zwei Jahre älter ist. Den beiden beim Spielen und auch beim Streiten zuzusehen ist zu schön. Hoffentlich hält die Freundschaft noch lange an und es kommen bestimmt noch einige neue hinzu.
    LG Anke

  • Meine Große hat wenige intensive Freundschaften im Kindergarten. Sie ist aber immer für neue Bekanntschaften offen. Noch unterscheidet sie nicht so stark zwischen Jungs und Mädchen.

  • Ein wunderschöner Bericht.
    Mein kleiner hat bisher mit seinen 6 Jahren noch keinen wirklichen Freund für sich gefunden. Klar in der Kita, macht man mal gemeinsam Blödsinn, aber dass er jemanden zum spielen hätte einladen wollen leider nicht. Aber so ist er mit seiner ASS eben. Das muss man akzeptieren und man kann nichts erzwingen.
    Ich hoffe, dass sich dies in seiner Schulzeit ändern wird. Für Frieda freut es mich daher ungemein dass sie jetzt einen kleinen Begleiter gefunden hat 🙂

  • Ich habe immer noch eine Freundin aus dem Kindergarten! Und das ist wunderbar. Meine Jungs hatten beide ihre ersten Freundschaften am Ende der Krippenzeit. Durch den Umzug wird wahrscheinlich nicht jede Freundschaft bei den Kleinen halten. Aber ich bin mir sicher, dass sie bald Neue finden!

  • Es kommt sicher darauf an, was man unter viel und wenig versteht. Das Chaosmädchen würde zwischen 5 und 10 Kinder zum Kindergeburtstag einladen, wenn ich sie lasse. Die nennt sie dann auch alle Freunde. Sie wird von mir aber niemals vermittelt bekommen, dass es gut ist, viele Freunde zu haben. Die richtigen braucht man. Aber es ist schwer, die zu finden. Und oft lernt man das erst mit dem Alter. Ich hoffe, wir Eltern können unseren Kindern viel Wertvolles mit auf den Weg geben. Ich werde diesen Artikel in meinem nächsten Beitrag verlinken. 😉 LG Jule

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