„ich wünsche mir…“

ALLTAGSGESCHICHTE Bald ist Weihnachten und aller Orts haben Kinder bereits ihre Wunschzettel geschrieben, gemalt oder Spielzeugwünsche aus Katalogen ausgeschnitten und aufgeklebt. Auch unsere Frieda stöberte eigentlich fasst täglich in diversen Spielzeugkatalogen, die seit November immer wieder in unseren Briefkasten flatterten. Als Kind habe ich das auch sooo sehr geliebt und auch meine ganzen Wünsche habe ich damals immer schön in Szene gesetzt. Klar, nicht alle Wünsche können in Erfüllung gehen. Das geht im Alltag nicht und auch zu Weihnachten oder zum Geburtstag nicht. Unsere Frieda findet natürlich schon viele Sachen auch sehr hübsch und fühlt sich von ihnen magisch angezogen. Am Ende hat sie dann aber doch gar nicht so viele wahre Wünsche und ich bin wie eine Wünsche-Managerin, die verteilt oder bündelt.

Kinderwünsche vs. Elternwünsche ?

Geht es euch denn auch manchmal so, dass ihr die Leidenschaft eurer Kinder für gewissen Spielzeuge nicht teilt? Dass ihr bestimmte Produkte nicht so gerne kaufen wollt? Ich gestehe, dass ich das tatsächlich sehr oft habe. „Anna und Elsa“ zum Beispiel ist sowas. Ich persönlich war noch niemals ein Fan von Disneyfilmen, selbst als Kind mochte ich sie nicht und bis jetzt konnte ich alles, was mit Eiskönigin & Co zusammenhängt noch locker umschiffen. Natürlich ist es trotzdem allgegenwärtig, denn alle Kids in der KiTa stehen auf „Unverfroren“ und unsere Frieda zieht da ein bißchen mit. Aber auch der Hype um „Paw Patrol“ oder „Feuerwehrmann Sam“. Wahhh! Ganz ehrlich? Ich möchte wegrennen und mag weder diese Sendungen, noch das ganze Merchandising drum herum. Trotzdem sind es Geschichten und Produkte, auf die unsere Kinder eben so stehen und eine Flucht ist auf Dauer fast unmöglich. Wenn ihr also nun so zuschaut, was eure Mini-Menschen da so alles aus den Katalogen ausschneiden, aufkleben und an das Christkind senden, wie oft kommt euch da der Gedanke, dass ihr diesen Wunsch tatsächlich mal nicht wirklich gerne erfüllen würdet. Wie oft seid ihr froh, dass es noch einige andere Sachen auf dem Wunschzettel gibt, die euch etwas besser in den Kram passen?

Kinder wünschen – Eltern entscheiden?

Klar, bei jüngeren Kindern, wie unserer Frieda, kann man, wenn man möchte, durchaus als Eltern noch etwas steuern. Bis jetzt können wir den für uns unschönen Plastik-Blinke-Glitzer-Kram oder Spielzeuge zu diversen Filmen und amerikanischen Tv-Serien zum Glück abwenden. Die Leidenschaft für die zwei Pferdefans „Bibi & Tina“ hingegen finde ich selbst toll und unterstütze sie auf allen Ebenen. Hier schlage ich selbst auch gerne zu, vor allem bei den Büchern natürlich. Diesmal liegen neben ein paar Teilen von Playmo und weiteren Puppen der Kruselings, die sich Frieda beide von Herzen wünscht, auch mehrere Holz-Lernspielzeuge, die ich nicht nur sinn- und wertvoll, sondern auch wunderschön finde. Wir präferieren da seit jeher also eine gesunde Mischung aus Elternwünschen und Kinderwünschen und fahren bislang sehr gut damit. Das kann sich in den Folgejahren natürlich schnell ändern. Es bleibt spannend.

Wie macht ihr das? Sind die Wünsche eurer Kinder euch Befehl und kauft ihr also auch Spielzeuge, gegen die ihr persönlich eine Abneigung habt? Oder habt ihr das gerne das letzte Wort und entscheidet auch danach, was euch gefällt?

1 Comment

  • Also hier ist es so dass meine Tochter (4 Jahre) eigentlich gar nicht viele Wünsche hat bzw. sehr oft „Moment-Wünsche“ trifft. D.h. sie sieht etwas, möchte es gerne haben – vergisst es dann aber wieder. Die Wünsche die sie längerfristig hat und mit denen ich leben kann, die erfülle ich gerne – zum Geburtstag oder Weihnachten, d.h. da muss sie auch ein bisschen drauf warten. JEDEN Wunsch kann und ich will ich aber nicht erfüllen, dazu bin ich, finde ich, auch nicht da. Ein bisschen Kompromiss muss ich aber schon eingehen. Ich spiele zb überhaupt nicht gerne mit Stofftieren und Puppen. War als Kind schon so und hat sich anscheinend nicht viel geändert :D. Sie liebt es aber. Auch Anna und Elsa liebt sie. Sie wünscht sich jetzt schon länger ein paar Barbie Puppen und eine Anna und eine Elsa. Die bekommt sie jetzt auch, obwohl ich auch kein Fan von diversen Barbie Puppen bin. Den Film finde ich ganz nett, ich mag Disney recht gerne, aber die ganzen Fanartikel meide ich auch sehr. Aber wenn diese Puppen jetzt schon so sehr gewünscht werden und jedesmal in der Auslage mit leuchtenden Augen bewundert werden, dann kaufe ich es auch obwohl es mir nicht so gut gefällt. Sie hat ja schon ihren eigenen Geschmack. Ist zb was Kleidung betrifft genauso 😉 Glitzer-rosa-Tüll war und ist nicht meins – ihr gefällts und ein bisschen was in die Richtung haben wir auch, aber nicht allzuviel haha. Oder auch bei der Frisur zb. Sie möchte Rapunzel-Haare haben – ist vollkommen ok für mich, aber bürsten müssen wir die langen Haare dann schon gg

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