wieviele geschenke sind gut?

weihnachten2ALLTAGSGESCHICHTE Wochen voller Spannung und Zauber liegen hinter uns. Wochen voller Vorbereitung und Vorfreude. Und dann geht das große Fest der Liebe doch viel schneller vorbei als uns allen lieb ist. Seit meiner Kindheit ist mir die Liebe zu Weihnachten immer geblieben und ich freue mich, dass ich das an unsere Tochter weitergeben kann. Ich liebe den gesamten Advent, die besinnliche Stimmung, das Backen, das Basteln und Dekorieren, das Kerzenlicht, die Spannung, das Knistern in der Luft, das Öffnen des Adventskalenders, die Vorfreude, die Kinder-Weihnachtsmusik, das leckere Essen, das Lächeln, das Singen, das Lesen der Weihnachtsgeschichte und alten Gedichte,  die Familienzusammenkunft und auch das Basteln unserer Weihnachtsgiveaways für die liebe Verwandtschaft. Die christliche Tradition und der Ursprung des Fests findet bei uns durchaus auch Erwähnung, obwohl es tatsächlich nicht die zentralste Rolle einnimmt. Die Weihnachtsgeschichte in kindgerechten Worten sollte jedoch jedes Kind, das Weihnachten feiert, schon einmal gehört haben, finde ich.

Im Weihnachtstrubel kommt dann aber auch ganz schnell die Frage nach den Geschenken. Wieviele Geschenke sind gut für (m)ein Kind? Wie steuere ich die Geschenkeflut der Verwandtschaft? Strahlen Kinderaugen nur wegen der Geschenke?

Fest der Liebe oder der Geschenke?

Die Aufregung rund um den Zauber der Weihnacht, die bereits wochenlang vorher schon in der Luft liegt, und die strahlenden Augen des eigenen Kindes sind tatsächlich unbezahlbar, ja! Das finde ich auch. Und obwohl wir selbst im Alltag nicht gerade minimalistisch leben, sondern tatsächlich ziemlich viel materielles Zeugs für unser Mini-Menschen-Mädchen haben und selbst total gerne kaufen (und uns oft nicht bremsen können), ist mir an Weihnachten irgendwie Minimalismus wichtig. Für mich liegt an Weihnachten der Fokus eher auf der besinnlichen Familienzeit. Gemeinsam Singen, Essen, Spielen, Reden und Lachen. Eine Geschenkeflut gibt es bei uns nicht und wird es auch in den nächsten Jahren hoffentlich nicht geben.  Von Guido und mir gab‘ es in diesem Jahr gar kein Weihnachtsgeschenk, dafür war aber der Adventskalender mit (nicht immer so ganz günstigen) Dingen prall gefüllt, wie du in „Du bist, was du packst“ nachlesen kannst. Der Verwandtschaft habe ich ein paar wenige, ausgewählte Geschenkewünsche mitgeteilt. Zum Glück halten sie sich daran – dafür bin ich ehrlich dankbar! Für Frieda gab‘ es am Heiligen Abend die große Playmobil-Schule, eine der geliebten Kruselingspuppen und das „Rechnen mit Farben“ von Grimm’s. Am 1. Weihnachtsfeiertag lag dann bei der Oma das „Kleine Bauspiel Viereck“ von Grimm’s unterm Baum. Letztere Spielsachen sind oft nicht sofort DER Renner, aber spätestens am Tag nach Weihnachten werden genau diese Sachen super kreativ bespielt und sowieso mögen wir nachhaltiges Lernspielzeug, das unsere Tochter noch lange bespielen und benutzen wird! Auch zu den Eltern- und Kinderwünschen gibt es ja einen Beitrag von mir.

Wie du es machst, ist es genau richtig!

Ich finde viele Geschenke zu Weihnachten zu übertrieben und auch nicht wertvoll für die kindliche Entwicklung. Aber auch wenn ich hier auf dem Blog von unserem Alltag berichte und euch von meiner ganz persönliche Einstellung zu den unterschiedlichen Familienthemen erzähle, versuche ich doch auch immer weitestgehend wertfrei mit den Entscheidungen und Einstellungen anderer Menschen umzugehen. Das gelingt mir natürlich mal mehr, mal weniger gut. Die vielen Geschenke unter den Weihnachtsbäumen anderer Blogger und Instagramer finde ich zwar auf den ersten Blick echt immer befremdlich, aber am Ende sind wir ja alle Erwachsen und treffen (zum Glück) ganz unterschiedliche Entscheidungen im Leben. Wir alle machen es gut so, wie wir es machen und vor allem so, wie es zu unserer Familie passt. Denn würden wir  unsere Vorgehensweise nicht gut und richtig finden, würden wir es doch ändern, oder? Ob viele Geschenke zwischendurch im Alltag, viele Geschenke unterm Baum oder sowieso total minimalistisch, wir alle sind richtig so, wie wir sind. Vor allem  am Fest der Liebe. 

Wie und mit wem habt ihr die Feiertage verbracht? Gibt es spezielle Traditionen oder ein ganz bestimmtes Festessen? Kommt der Weihnachtsmann oder das Christkind? Wie steht ihr zu der Sache mit den Geschenken?

1 Comment

  • Mal davon abgesehen das wir dieses Jahr nicht ein Bild gemacht haben, komplett anders gefeiert haben, haben wir uns auch mit den Geschenken total zurückgehalten. Das Kind sagte „Mama, alles was ich brauche zum Glücklich sein, dass habe ich doch bereits“… das bedeutet aber nicht das sie nix bekommen hat und für den ein oder anderen scheint das vielleicht auch nicht wenig, aber das ist ja eh für jeden eine eigene Sache der Definition.

    Wichtig finde ich es – wie bei so vielen Dingen – den Blick nach innen zu richten. Auf seine Familie. Auf die Bedürfnisse und Ansichten. Werte und Definition und sich nicht von denn anderen blenden zu lassen. Wie schrieb ich vor Weihnachten „Social Media ist nur ein Ausschnitt, wie es rechts und links neben den Bildern aussieht, weiß auch keiner“… (https://www.instagram.com/p/Bro3h-4F1wG/)

    Hach und für uns ist es tatsächlich ein Fest der Liebe und Freude über die Geburt Jesu. Auch für die Kinder und deswegen haben wir in diesem Jahr mit fremden Menschen gemeinsam gefeiert – damit diese nicht allein sind. Damit diese Kinderlachen, Lieder und wuselige Momente um sich herum haben.

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