the real DIY mit kindern

ALLTAGSGESCHICHTE Wir lieben es zu basteln und zu werkeln. Unser Blog ist zwar kein klassischer DIY-Blog mit unendlich vielen Projekten für Kinderzimmer, Haus und Garten, aber wir gehören grundsätzlich schon zu der Gruppe der Eltern, die gerne etwas bauen, gestalten und selbermachen. Wenn wir die Ideen gerade nicht selber haben, holen wir sie uns (wie wahrscheinlich die meisten von euch auch) auf der großartigen Plattform Pinterest. Egal ob Tonie-Regale, das Florbett oder DIY-Karten und kleine Geschenke zum Muttertag, Ostern, Weihnachten oder zum Geburtstag. Wir basteln wirklich viel und gerne und unsere Frieda ist immer voller Tatendrang und Feuereifer dabei. Sie kann im Basteln so richtig versinken und schnippelt, klebt und dekoriert hochkonzentriert. Wenn Mama dann aber die achte Osterkarte mit Fingerabdrücken machen möchte, dann verdünnisiert sie sich eben auch gerne mal und Mama steht alleine da. Heute die Episode „Aus dem Leben einer Mama oder the real DIY mit Kindern“.

Und dann ist die Luft doch raus…

Wir düsen mal wieder in den Baumarkt. Diesmal sollen wunderschöne Trittsteine aus Beton für den Garten entstehen, die ich auf dem Kugelfischblog entdeckt habe. Total zu empfehlen! Die Idee ist wahnsinnig gut, die Umsetzung total easy und es braucht auch gar nicht viel Material. Also geht es los. Da Frieda das  Betonpulver weder einatmen noch an die Hände bekommen soll, legt sie schon einmal Muster mit den Tonscherben und Glasmuggelsteinchen. Sie probiert voller Elan immer wieder was Neues aus und freut sich drauf, die entstandenen Bilder gleich auch in den Beton drücken zu dürfen. Insgesamt sollen zwei Steine für unser neues Gartenbeet entstehen. Alles klappt wunderbar und wir sind mega stolz auf unsere Trittsteine. WoW! Da Friedas KiTa in der Zwischenzeit auch einen wunderschönen Garten angelegt hatte und noch Trittsteine gesucht wurden, machten wir uns in den Tagen danach noch ein paar Mal an die Arbeit, um weitere Gartensteine zu gestalten. Nummer 3 und 4 gingen sogar noch und unsere Frieda half anfänglich sehr motiviert. Die übrigen vier Steine musste ich dann aber alleine gießen und verzieren und ich hörte unsere 4jährige immer nur fragend von der Schaukel in die Garage rufen, wann ich denn endlich mal fertig sei und wann wir miteinander spielen könnten. Es ist die Luft raus. Wie so oft, wenn ich irgendetwas in 8-facher Ausführung produzieren will. Das kommt übrigens häufiger vor, denn wir basteln zum Beispiel Weihnachtsgeschenke sehr gerne für alle Verwandte und Freunde in Serie 🙂 Und dass dann die irgendwann Konzentration raus ist, ist auch gut so und vor allem auch ganz normal!

die lieben Kleinen und die Konzentration

Malen, Schneiden, Kleben ist ja für sämtliche Entwicklungsbereiche des Kindes ganz prima. Feinmotorik, Auge-Hand-Koordination, Sprache, Kreativität und so viele mehr. Allen voran ist aber das Konzentrationsvermögen sicherlich einer der Bereiche, die in der Schule irgendwann am meisten gefordert werden. Man sagt ja immer so schön, dass sich die Konzentrationsfähigkeit steigern und somit trainiert werden kann. Es mag sein, dass sich Kinder mit zunehmenden Alter dann auch immer länger konzentrieren können, aber die Konzentration als solche ist eben kein Muskel, der an Masse aufbaut je länger ihn beansprucht. Konzentration stellt sich ein wenn der entscheidende Faktor Motivation dazukommt. Meistens geschieht das dann blitzschnell und eben nur solange wie es dem Kind richtig Spaß macht. Und wem macht eine ständige Wiederholung schon Spaß? Basteln in Dauerschleife und dann auch noch immer das Gleiche – gähn…Das Wahre Leben einer Mama mit DIY-Ideen fängt da an, wo die Konzentration des Kindes aufhört. Während ich also die Marienkäfersteinchen Nummer 7 bis 10 im Alleingang bemale (sechs hat Frieda tatsächlich voller Feuereifer bemalt!), den 8 Gartentrittstein verziere oder das 4. Mini-Insektenhotel aus einer Konservendose produziere, widmet sich unser Kind einer anderen, spannenderen, spaßigeren Beschäftigung und ruft zuweilen aus dem „Off“ zu mir. Aufräumen darf ich dann meistens auch alleine.

DIY mit Kindern muss man wollen! Klar, könnte ich mich auf ein oder zwei Exemplare der jeweiligen DIY-Idee beschränken. Will ich aber nicht und so lebe ich zufrieden und glücklich damit, dass ich als Bastel-Mum die meiste Zeit mit meiner Bastel- und Werkelleidenschaft alleine dastehe. Und jetzt erzählt mir ja nicht, dass das bei euch anders aussieht.

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