Elternratgeber sind nichts für dich? Schade!

ANZEIGE Eigentlich mag ich die Bezeichnung Ratgeber überhaupt nicht. Ratgeber geben uns Ratschläge. Und Ratschläge sind bekanntlich auch irgendwie Schläge und genauso empfindet man sie ja oft auch. Einziger Unterschied ist vielleicht, dass man Ratgeber nunmal freiwillig liest und die enthaltenen Ratschläge einem in diesem Fall nicht ungefragt aufgezwungen werden. Vor allem wir Mamas sind da eher sensibel und weil wir in Erziehungs- und Beziehungsfragen gerne auch zur Perfektion neigen, fühlen wir uns dann auch schnell so schlecht wenn etwas nicht so klappt wie im Buch beschrieben. Gerade, weil sich viele von uns auf dem Weg befinden, es mit unseren eigenen Kinder anders zu machen. Anders als wir es selbst erlebt haben oder anders als wir es aus anderen Bereichen kennen. Wir wollen ein bedürfnisorientiertes Miteinander, gleichwürdig und auf Augenhöhe. Die „neuen“ Elternratgeber können aber viel mehr als nur Rat zu geben und aus diesem Grund finde ich diese Bezeichnung auch einfach nicht stimmig. Ich möchte Werbung machen für Elternratgeber, denn sie geben uns nicht mehr nur Rat, sondern begleiten uns in unserem bedürfnisorientierten Familienleben, sie inspirieren uns, geben uns Impulse zur Reflexion und bieten ganz viel Raum für Entwicklung. Sie geben uns Ideen und zeigen Möglichkeiten auf.  

Gute Ratgeber geben keinen Rat

Viele Leute behaupten ja, dass man sich ruhig auf sein mütterliches Bauchgefühl verlassen sollte und dann für seine Kinder schon alles gut machen, eine gute Mutter sein würde. So einfach ist das aber nicht, finde ich. Das hat ja schlichtweg mit unserem Gehirn zu tun und damit, dass unter Stress (und der Alltag mit unseren Kindern ist eben oft purer Stress), nichts mehr anderes funktioniert und in dir selbst abrufbar ist, als alte Gewohnheiten oder fest verankerte Verhaltensmuster. Wenn du die Tage, an denen du vielleicht selbst aus dem Schimpfen nicht mehr rauskommst und dich selbst nicht mehr hören kannst, dann ist dein mütterliches Bauchgefühl eben doch nicht das richtige für dich. Wenn du wirklich etwas ändern willst, könntest du diese Chance nutzen, dich mit Hilfe eines Elternratgebers selbst zu verändern. Zwei dieser „neuen“ Erziehungs- oder besser Beziehungsratgeber möchte ich euch heute vorstellen und euch wirklich dazu ermutigen sich auf diesen spannenden Weg zu begeben. Die Bücher sind eine Art Pflichtlektüre für alle Eltern, die bereit sind, die Verantwortung für das innere Gleichgewicht ihrer Familie zu übernehmen. ❤️

Wenn Mama mal schreit

„Mama, nicht schreien! Liebevoll bleiben bei Stress, Wut und starken Gefühlen“ so heißt das geniale Buch von Sandra Teml-Jetter und Jeannine Mik. Jeannine kennt ihr vielleicht von ihrem wundervollen Blog mini-and-me.com, auf dem sich auch ganz viel um bedürfnisorientierte Elternschaft auf Augenhöhe dreht. In ihrem Buch geben die beiden Autorinnen nun wirklich keine Erziehungstipps wie man in Situation X oder Y mit seinem Kind am besten umgeht damit man sich selbst eine „gute Mutter“ nennen kann, sondern sie geben eben wirklich nur Impulse und zwar gar nicht in erster Linie was konkret man im Umgang mit seinem Kind verändern muss, damit man eine „gute“ Mutter wird, sondern sie geben Ideen wie man selbst an sich arbeiten kann. Denn da liegt ja einzig und allein der Hund begraben. Im Leben mit unseren Kindern werden eben immer wieder alte Erlebnisse angetriggert. Meistens sind das Erlebnisse aus unserer eigenen Kindheit und unter Druck, im Stress, in Wut und im Umgang mit unseren Kids tappen wir ja genau wieder in diese automatisierten Muster. Jene Muster, die wir selbst nicht an uns mögen, die Verhaltensweisen ans Licht bringen, wie wir nie sein woll(t)en. Das Buch hilft uns Eltern dabei endlich mal auf Forschungsreise zu uns selbst zu gehen, Verantwortung für uns selbst, für unsere Gefühle und für unser eigenes inneres Kind zu übernehmen. Das Buch ist voller Fallbeispiele, die original aus unserem Alltag mit Kind genommen sein könnten, und ebenfalls voller Übungen und Reflexionsimpulsen, die für dich stimmig sein können, aber natürlich nicht müssen. Ich bin jedenfalls sehr begeistert von diesem Buch, denn ich möchte wie viele von euch auch an meinen „Knackpunkten“ arbeiten, meine Kindheit aufarbeiten und viele Dinge mit unserer Frieda wirklich anders machen – authentisch und liebevoll auf Augenhöhe! Erschienen ist das Buch bei Kösel. Hier ein super sympathisches Video der beiden Autorinnen.

5 Schlüssel zum Herzen

Ein zweiter, wunderbarer Elternratgeber ist „Die fünf Schlüssel zum Herzen deines Kindes. Wie Positive Parenting die Verbindung in der Familie stärkt“ von Rebecca Eanes, die ebenfalls für den Weg zu einem Elternsein aus vollem Herzen fernab des Perfektionismus plädiert. Auch ihr geht es vor allem um eine Familienbeziehung auf Augenhöhe und wie wir Eltern daran arbeiten können, die emotionale Verbindung zu unseren Kindern auch im stressigen Alltag und im Streit aufrecht erhalten können. Dabei hat Rebecca Eanes aber – genau wie die beiden Autorinnen oben – nicht die Intention dem Leser vorzuschreiben, was man im Umgang mit seinen Kindern anders machen soll, sondern sie gibt ebenfalls nur Ideen, Impulse zur Reflexion der eigenen Kindheit und der eigenen Persönlichkeit und erzählt dabei aber auch viel aus ihrem Familienleben. Es geht um den Zusammenhalt in der Partnerschaft, eine effektive Kommunikation und die fünf Prinzipien von Positive Parenting: Bindung, Respekt, emphatisches Führen, positive Disziplin und die produktive Erziehung, einen Begriff, den vor allem Rebecca Eanes geprägt hat. Das Buch hilft uns sehr auf dem Weg zu einem Familienleben abseits von Schimpfen und Strafen und ist für alle Eltern, die bereit sind, die Verantwortung für das innere Gleichgewicht ihrer Familie zu übernehmen. Rebecca Eanes ist wurde bekannt durch ihren erfolgreichen Blog positive-parents.org und ihre gleichnamige Facebookseite. Sie hat diesen Begriff maßgeblich mitgeprägt und zu seiner Verbreitung beigetragen. Rebecca Eanes ist Mutter von zwei Jungs und lebt in West Virginia, USA. Erschienen ist das Buch ebenfalls bei Kösel.

[Unvergütete Werbung! Die Bücher wurden uns zur Verfügung gestellt.]

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