ein guter adventskalender?

ALLTAGSGESCHICHTE Alle Jahre wieder… Seid ihr auch schon mittendrin im Adventskalender-Wahnsinn oder habt ihr euren schon längst fertig? Mein Feed auf den Socialmediakanälen ist auf jeden Fall schon länger voller Inspirationen und Ideen für den vorweihnachtlichen Countdown. Es geht wieder los. Basteltipps werden genauso gern gelesen, wie schöne Vorschläge für den Inhalt. Jungs oder Mädels, Kleinkind oder Teenie. Man findet so wundervolle, kreative Möglichkeiten, die man (genügend Zeit und Lust mal vorausgesetzt) für sein eigenes Mini-Menschen-Kind „zaubern“ könnte. Ich finde das toll. Ich bin auch so eine Bastelmutti, die schon frühzeitig damit beginnt, den Adventskalender zu gestalten oder zumindestens die die Füllung zu planen, denn spätestens seit dem letzten Jahr packe ich diese kleinen und großen Geschenke eigentlich nur in Packpapier und klebe eine Nummer drauf. Minimalistisch, süß und gut.

gute oder schlechte mutter

Gleichzeitig mit den ersten Adventskalender-Ideen auf den Familienblogs oder den Socialmediakanälen kommt aber auch das Adventskalender-Bashing. Wer diesen Begriff noch nicht kennt: Bashing bedeutet so viel wie eine Prügelei. Mamas prügeln sich. Es ist viel mehr als nur eine Meinungsabfrage unter den Bloglesern, sondern es wird bewertet, abgewertet, geurteilt und auch verurteilt. Unterschiedliche Ansichten und Vorgehensweisen können mal wieder nicht nebeneinander stehengelassen werden. Nein! Es wird gewettert und gezetert. Schade! Da fallen Begriffe wie: Konsumzwang, Verwöhnen, NoGo, zu teuer, Terror und Horror. Schokolade und Süßigkeiten sind genug oder zu wenig oder ohnehin zu süß. Für die Kinder sei es nicht förderlich, wenn die Geschenke aus dem Adventskalender zu kostenintensiv seien. So wie zu Ostern oder zur Einschulung des Geschwisterkinds oder von der Zahnfee oder oder oder. Du bist, was du packst! Bastelt man selbst, weil man Basteln eben mag, und sieht das Ergebnis dann „nice“ aus, ist der Kalender schnell nicht mehr „real life“ genug, sondern nur für Instagram & Co so fotografiert. Ist er zudem dann noch mit mehr gefüllt als mit Badezusätzen, Schokokügelchen oder gar Bio-Quetschies, dann bist du direkt ein Opfer des Massenkonsums oder du verwöhnst, du übertreibst, du steckst deinen Kids alles in den Hintern, hast eh zu viel Kohle und lässt das dann auch noch raushängen. Mit Advent oder der Vorfreude auf Weihnachten habe so ein Adventskalender dann ja auch nichts mehr zu tun. So zumindestens die Stimmen im Off. Und dann gibt es da ja auch noch die andere Seite. Die Menschen, die behaupten, dass einem seine Kinder nicht viel wert seien, weil ein gekaufter Schokokalender eben ja auch nicht so viel wert und zudem noch ganz schön lieblos sei. Na Bravo! Wie man es macht ist es also verkehrt.

Friedas Adventskalender

Wir füllen Friedas Adventskalender auch in diesem Jahr wieder mit allerlei Überraschungen und für sie nützlichen Spielsachen und vor allem mit Büchern. Nein, es sind dann nicht mehr nur Kleinigkeiten. Ganz im Gegenteil. Es sind richtige Geschenke. Geschenke, mit denen sie etwas anfangen kann. Geschenke, die sie liebt und die hier dann tagtäglich genutzt werden und Dinge, die wir eh gekauft hätten, weil sie sie mag  und zum Teil sogar braucht. Nicht in so kurzem Abstand vielleicht, aber Frieda hätte sie auch so bekommen. Dann ohne besonderen Anlass. Es sind Spielzeuge, Bücher und Accessoires, die wirklich benutzt werden und kein Kleinkram, der dann in der Ecke liegt. Diesmal ist es neben Büchern zum Beispiel auch ein Waldorf-Rollmäppchen aus Filz, Wachsmaler, Bügelperlen, eine Kinderwärmflasche, Tonies und und und. In meinen Augen ist sowas zu Beispiel viel nachhaltiger und sinnvoller, als irgendwelche günstigen Kleinigkeiten zu kaufen, die kein Kind am Ende wirklich benötigt. Darüber, dass unser kleiner Lieblingsmensch trotz dieser vielen Geschenke im Adventskalender und des Konsums sehr sensibel, bescheiden und genügsam ist, sehr wertschätzend mit ihren eigenen und den Sachen anderer Menschen umgeht und vor allem auch die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen weiß, brauche ich euch hoffentlich nicht zu sagen. Und auch nicht, dass trotz großer und kleiner Geschenke für unsere Familie am Ende die Liebe und Geborgenheit über allem steht. Es geht nicht ums Haben sondern ums Lieben.

Wie sieht der Adventskalender eurer Mini-Menschern-Kinder denn bei euch aus? Selbstgebastelt oder gekauft? Süßes oder Spielzeug? Was ist drin? Ich freue mich ganz besonders über eure sehr persönlichen Ansichten.

3 Comments

  • Wir hatten in den letzten Jahren gekaufte Adventskalender von z.B. Playmobil oder TipToi und da flogen die Einzelteile immer nur rum bis man am 24.12. endlich alles beisammen hatte. Und dann? Dann war Weihnachten, es gab Geschenke und der Adventskalender war vergessen. Unnötige Geldausgabe! Dieses Jahr kam von meinem Großen (7) der Wunsch nach einem Kalender mit besonderen Sachen: Geschichten, gemeinsame Aktivitäten, etwas Spielzeug und Süßigkeiten. Also habe ich für die Kinder zwei wiederbefüllbare Adventskalender gekauft und die werden mit den gewünschten Inhalten befüllt 🙂 Groß sind die Schachteln nicht, aber ein Hot Wheels Auto oder ein Ü-Ei passen rein! Und mehr muss es auch nicht sein, finde ich. Ich bin auch immer total dafür, dass man sinnvolle und nützliche Sachen kauft und nicht irgendwelchen Kram, der dann rumfliegt. Und dafür gebe ich gerne auch ein paar Euro mehr aus. Aber ich finde auch, dass man mit Blick auf den Heiligen Abend und die Weihnachtsgeschenke nicht noch irgendwelche „großen“ Sachen in den Adventskalender packen muss. Eine Badeperle kann auch was Besonderes sein, wenn man einen Gutschein für ein „Dunkel-Bad“ dazu legt 😉 Wir machen dann das Licht im Badezimmer aus und legen ein paar Knicklichter mit ins Badewasser – die Kinder finden das klasse! Und weil wir das nur ab und zu mal machen, ist es was Besonderes. Oder es gibt einen Gutschein für „Plätzchenbacken mit Oma“ – jedes Jahr ein Highlight. Klar, macht die Oma sowas auch ohne Gutschein, aber so hat man schon wieder einen Tag sinnvoll gefüllt und nicht mit irgendwelchem belanglosem Kram 😉 Letztlich muss aber jeder selber wissen, was er an Zeit und Geld in einen Adventskalender investieren möchte und kann 🙂

  • Ich habe letztes Jahr Säckchen genäht die ich nun jedes Jahr neu befülle. In diesem Jahr sind hinein gewandert: Pixi Hefte, Schleich Tiere, Hörspiele, Aufkleber, besondere Badezusätze. Habe gerade heute alle befüllt, da das Mädchen bei der Oma ist. All diese Dinge hat sie sich gewünscht, manch ein Wunsch ist schon etwas älter, aber ich sammele einfach die ganzen Ideen bis zur Adventszeit. Mir ist ein etwas teurere aber dafür sinnvoller Adventskalender lieber als Dinge, die nur ungenutzt in der Ecke liegen.
    Ich wünsche euch viel Freude mit eurem Kalender und eine schöne Vorweihnachtszeit!

  • Selbst gefüllt – aber kunterbunt. Es gibt auch was Süßes mal dabei, ne CD, aber auch Nützliches das eh gebraucht wird oder z.B. Ein tolles Duschgel fürs Schwimmen, Bücher und Puzzle Second Hand – so kommt mehr zusammen wie beim gekauften aber so ist es eben kein Kram der nach ein paar Mal spielen nicht mehr angeschaut wird. Richtig teuer wird er trotzdem nicht – ich sammel immer schon Mal Schnäppchen vorab falls ich was seh. Haargumminachschub z.B. 😉
    Aber es soll doch jeder so machen wie er mag – der Freund meiner Maus wollte einen Schokikalender – und ist happy damit 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.