kindermovies als event

ANZEIGE Wusstest du eigentlich, dass sich der präfrontale Cortex, also der vordere, denkende Teil unseres menschlichen Gehirns und somit unser „Regisseur“ in eine Art Stand-By-Modus begibt, wenn wir Neue Medien konsumieren? Als ich das zum ersten Mal las, fand‘ ich das irgendwie total heftig. Für uns Erwachsene, aber vor allem für unsere Kinder, da sich das Kindergehirn ja nunmal noch entwicklen muss. Aber das bestätigte auch meine Feststellung. Schon öfter hatte ich nämlich an unserer Frieda bemerkt, dass sie meistens nur schwer dazu zu bewegen ist, die Flimmerkiste oder das Tablet nach der vorher vereinbarten Zeit oder einer bestimmten Anzahl von Sendungen wieder auszuschalten. Oft ist sie mit Argumenten und einer Erinnerung an gewisse Absprachen dann einfach nicht (mehr) zu erreichen und reagiert wütend. Nach dem Medienkonsum, vor allem bei so Remmidemmi-Sendungen wie „Paw Patrol“ wirkt sie zudem oft auch so extrem aufgedreht. Seitdem ich um das Phänomen mit dem Frontalhirn weiß, kann ich, wenn ich Frieda bitte den Fernseher nun wirklich auszuschalten, etwas besser mit ihrer Reaktion umgehen. Sie kann einfach gerade gar nicht richtig denken. Seitdem ist es mir aber tatsächlich noch wichtiger, dass Medienkonsum nicht so viel Raum im Leben unseres Kindes einnimmt. Wer sich näher für die Sache mit dem präfrontalen Cortex interessiert und mal genau nachlesen möchte, was der Medienkonsum für das kindliche, noch wachsende Gehirn für Folgen haben kann, liest es am besten im vierteiligen Artikel beim Gewünschtesten Wunschkind nach. Die kann ich total empfehlen. Sachlich, total gut erklärt und auch nicht mit erhobenem Zeigefinger!

Hier die Links für euch: Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 |Teil 4

Medien klar, aber nicht selbstbestimmt

Während unsere Frieda in vielen Bereichen sehr selbstbestimmt aufwächst, zum Beispiel entscheiden kann, was und wieviel sie bei welchem Wetter anzieht, gerne alleine an den Süßigkeitenschrank gehen und sich einen „Naschteller“ zusammenstellen darf, gibt es bei uns verhältnismäßig selten Neue Medien für sie. Apps und Spiele auf dem Tablet reizen sie sowieso noch kaum, mein Handy kann sie sich ab und zu mal ausleihen, wenn sie mit ihrer Oma über den Messenger schreiben oder ihr Sprachnachrichten schicken möchte, wir gehen gerne mal ins Kino oder schauen Fernsehen als gemeinsames Event.  Wir haben keine feste TV-Regelung mehr (die gab‘ es tatsächlich mal, war uns aber zu starr und am Ende für alle vollkommen unbequem), aber wir versuchen das „echte“ Leben mit gemeinsamen Unternehmungen, lesen, basteln, kochen, malen, schreiben, spielen und das Draußensein einfach immer so spannend zu gestalten, dass Fernsehen und Co keine so große Rolle bei uns spielt. Wir selbst gucken übrigens allenfalls mal abends die Tagesschau, eine Diskussionsrunde oder einen Tatort und Guido manchmal Fußball. Meistens ist Frieda dann aber schon im Bett. NetFlix und Co haben wir gar nicht und bis vor kurzem (bis Frieda am Generationenprojekt bei VOX teilnahm) noch nicht mal Kabelfernsehen. Wir haben das mit dem Medienkonsum aber nicht einfach nur entschieden und durchgesetzt, sondern suchen den Dialog mit Frieda. So haben wir versucht ihr zu erklären, warum wir uns wenig Medienkonsum für sie wünschen und dass gerade im Alter von 2 bis 10 Jahren zum Aufbau der neuronalen Bahnen die „Inbetriebnahme“ des präfrontalen Cortex so wichtig ist. In kindgerechter Sprache natürlich. 😉

gemütlicher Kinoabend zu Hause

Fernsehen gibt es hier bisher also in der Regel nur als gemeinsames Event. Wir zelebrieren das gerne, wählen zusammen den Film aus, planen unseren Einkauf, bereiten alles vor und machen es uns dann auf dem Sofa irre gemütlich. Für diese gemeinsamen Fernsehabende haben wir vor einiger Zeit das Angebot von KinderMovies entdeckt und es passt wirklich total zu uns und unserem Umgang mit den Medien. Das hier ist die perfekte Alternative zum schnelllebigen Konsumieren auf mobilen Geräten. Die Ausleihe geht auch mega einfach und gehört inzwischen für uns mit zur Vorbereitung und Planung des nächsten Filmabends. Man wählt sich seine Wunschfilme über das KinderMovies-Portal aus, in dem man sich zum Beispiel den Trailer anschaut und die Inhaltsangabe liest und speichert diese auf seiner Wunschliste ab. Das ist dann keine Schnellschussentschiedung, sondern eben ein bewusstes Auswählen der Medien. Per Post gibt es dann – je nach gebuchtem Paket 2 oder 4 DVDs (oder auch Blue-ray) im Monat von der Wunschliste im Verleih. Hat man die Filme in Ruhe angeschaut, sendet man diese mittels des frankierten Rückumschlags unkompliziert zurück. Kommt ihr einmal im Monat neue Film-Post ist die Freude und der Überraschungsmoment groß. Für uns wählten wir übrigens das Einsteigerpaket mit 2 Filmen im Monat und wir sind damit vollkommen glücklich. Es gibt eine wirklich tolle Auswahl an Kinderfilmen, Kinderserien und die besten Klassiker zu einem unschlagbaren Preis von 7,- bzw. roundabout 10,- €. Auch baldige Neuerscheinungen können schon eingesehen und auf die Wunschliste gesetzt werden. So verpasst man dann auch die neusten Filme nicht. Wir wollen den tollen Service, die große Auswahl an unterschiedlichen Filmen, Klassikern und Serien nicht mehr missen und freuen uns alle auf die nächste Lieferung von KinderMovies. Uncool und nicht uptodate? Ganz im Gegenteil, finden wir. Wir bleiben unserer DVD-Ausleihe definitiv treu. Aber für alle, die auf Streaming setzen: In Kürze gibt es dort auch eine Auswahl der Kinderfilme online als Video on Demand an, um den zeitlich direkten und unmittelbaren Abruf zu ermöglichen.

Wie steht ihr zu den Neuen Medien? Unlimited fürs Kind? Selbstbestimmt? Oder nimmt TV und Co bei euch auch gar keine so große Rolle ein?

Unsere Vorgehensweise ist natürlich kein Maßstab und nicht das Non-Plus-Ultra. Ich will mit meinem Beitrag hier keinesfalls sagen, dass nur wir es richtig machen. Jeder Mensch ist anders, so auch jede Familie. Unsere Erfahrung und Meinung muss nicht zu eurer Familie und eurem Kind passen.

[Das Einsteigerpaket als Jahresabo wurde uns zur Verfügung gestellt.]