Placebo-Effekt und Glaubenssache?

Dies ist keine Werbung für die Homöopathie, sondern lediglich ein kurzer Abriss unserer durchweg positiven Erfahrungen damit.  Ich möchte Niemanden bekehren oder von der Heilkraft der Zuckerkügelchen überzeugen. Ich möchte auf keinen Fall polarisieren und auch keine (unsinnige?) Diskussion entfachen. Jeder von uns darf, soll und muss eine eigene Meinung dazu haben, wie auch zu vielen anderen Themen des Lebens.

homoeopathie1Vor einiger Zeit habe ich euch in „Start- und andere Schwierigkeiten“ davon erzählt, dass unser Mini-Menschen-Mädchen eine unglaublich schrecklich-schwierige Phase hatte. In dieser Zeit war Frieda insgesamt sehr anhänglich und weinerlich, wollte die Wohnung überhaupt nicht verlassen und schon gar keine anderen Menschen treffen. Das Betreten von Wohnungen anderer Leute schien für sie manchmal so schlimm zu sein, dass es für sie schier nicht auszuhalten war. Mehrere Besuche bei Freundinnen und Treffen mit Bekannten habe ich dann abgebrochen. Diese Phase haben wir (zum Glück) nun seit einiger Zeit hinter uns gelassen. Unsere Frieda ist nun wie ausgewechselt und zeigt kaum noch Trennungsschmerzen oder Schwellenängste. Sie hat keine Probleme mehr Loszugehen und auch Begegnungen mit fremden Menschen auf der Straße oder Treffen mit Bekannten im Restaurant sind inzwischen eher unkompliziert. In der beschriebenen Phase haben wir nochmal ganz besonders darauf geachtet gelassen zu bleiben und unserer Frieda voller Liebe beizustehen und sie zu begleiten, alle Seiten ihrer  Persönlichkeit willkommen geheißen. Frieda ist so gestärkt aus schwierigen Situationen herausgegangen. Unterstützt haben uns dabei übrigens mehrere Dinge. Eins davon war die Homöopathie, glaube ich zumindestens ganz fest!

Und damit wären wir ja schon mitten im Thema. Für die Einen sind Globuli einfach nur reine Zuckerkügelchen ohne Wirksamkeitsbeweis und sie haben in ihren Augen allerhöchstens einen Placebo-Effekt. Viele andere Menschen erzielten mit der Homöopathie allerdings verblüffende Heilerfolge und sie schwören auf die Wirkung. Das wirklich erste Mal ist unser Mini-Menschen-Kind vor gut einem Jahr in Berlin mit Globuli in Berührung gekommen. Damals war sie total schlimm erkältet und wir haben uns in einer Apotheke dann mit allerhand natürlichem Zeug eingedeckt. Thymian Myrte Balsam, Majoran-Salbe gegen die wunden Stellen an der Nase und… dort stand ein homoeopathie2homöopathisches Komplexmittel, das bereits eine Komposition Wirkstoffen enthält, die alle Erkältungsbeschwerden lindern. Ich kaufte es und gab‘ es unserer Frieda nach Packungsanweisung. Binnen eines Tages waren die schlimmsten Symptome verschwunden. Nach diesem Berlin-Trip mit der wirklich doofen Erkältung gab‘ es bei Frieda immer mal wieder kleinere Beschwerden, bei denen ich unser 1. Hilfe-Kit und den passenden Ratgeber hervorkramte. Nun in der schwierigen Phase hatte ich die Homöopathie fast völlig vergessen. Erst meine liebe Cousine brachte mich auf die Idee unser Mini-Menschen-Mädchen und ihre Psyche doch auch mit Globuli zu unterstützen. Sofort las ich mich sehr intensiv ins Thema ein und fand dann auch recht schnell eine sehr ausführliche Beschreibung von Kindertypen und ihrem passenden Mittel. Ob unsere Frieda die schwierige Phase mit den Start- und anderen Schwierigkeiten nun besser und schneller mit oder ohne Globuli überstanden hat oder hätte. Wir wissen es nunmal nicht wirklich. Ich für meinen Teil glaube sehr fest an die Kraft der Zuckerkügelchen und den ganzheitlichen Ansatz dieser Sparte der alternativen Medizin. Immer vorausgesetzt natürlich, dass man auch wirklich das richtige und passende Mittel findet und dieses dann den Körper anregt sich selbst zu heilen.

Wie gesagt, dies ist keine Werbung für die Homöopathie, sondern lediglich ein kurzer Abriss unserer durchweg positiven Erfahrungen damit. Ich möchte Niemanden bekehren oder von der Heilkraft der Zuckerkügelchen überzeugen. Ich möchte auf keinen Fall polarisieren und auch keine (unsinnige?) erstehilfe1Diskussion entfachen. Jeder von uns darf, soll und muss eine eigene Meinung dazu haben, wie auch zu vielen anderen Themen des Lebens. Ich fühle mich nicht von Menschen auf den Schlips getreten, die anders über Globuli denken und ihnen allenfalls einen Placebo-Effekt zuschreiben. Jeder wie er mag. Leben und leben lassen ist da meine Devise. Ich hoffe es ist auch eure. Trotzdem interessieren mich natürlich eure Erfahrungen und Einstellungen zur Homöopathie. Habt ihr homöopathische Mittel bereits mal ausprobiert? Seid ihr überzeugt oder eher skeptisch?

9 Comments

  • Ich selbst bin auch völlig überzeugt von Gobuli! Meine zwei Kinder (5 und fast 3 Jahre alt) bekommen von Geburt an die Unterstützung der Kügelchen und ich möchte sie nicht missen! Hat man erst mal das passende Mittel gefunden ist die Besserung unglaublich schnell sichtbar und die Kinder nehmen es problemlos – ganz anders als bei Zäpfchen, Hustensaft und Co! Diesen Kampf kann man sich getrost ersparen.

  • Liebe Frieda Friedlich. Ich fahre seit jähren ohne Gurt im Auto, auch meine Kinder genießen diese Freiheit. Ich mag niemanden bekehren – bei uns klappt das aber total super. Die Kleinen krabbeln selbstständig von hinten nach vorne, noch nie ist was passiert und mich hat früher immer der Gurt und auch diese „Pflicht“ voll gestört. Was soll ich sagen. Jedem seine Meinung und leben und leben lassen. Klar hab ich gehört, dass andere deswegen gestorben sind, und schlimme Unfälle hatten – aber wir noch nie. Läuft bei uns.

    Klingt komisch? Polemisch? Gemein? Total daneben? Aber warum? Und warum meinst Du über Homöopathie genauso eine Meinung haben zu dürfen – diese auch noch öffentlich auf einem Forum wie diesem propagieren zu dürfen – und doch sprechen alle Fakten, Zahlen und „harte Erfahrungswerte“ gegen Deine Meinung. In der Medizin zählt sowieso nicht, was jemand meint. Sondern was nachweislich über Placeboniveau wirkt. Und da gehört die Homöopathie nunmal nicht dazu. Und daran ändert auch Deine private Meinung nichts.

    Die Toleranz, die Du hier so niedlich beschreibst hakt genau da, wo ich oben das Auto-Beispiel gewählt habe: Nur, weil bei Dir und Deinen Kindern alles gut läuft, heißt das gar nichts in Bezug auf die Gesamtheit. Im Gegenteil, es ist vielleicht die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Nicht anschnallen im Auto ist gefährlich, Homöopathie wirkt nicht über Placebo Effekte hinaus. Was anderes zu behaupten ist schlichtweg falsch – und nicht einfach nur eine gleichberechtigte Meinung.

    Wer mehr dazu wissen möchte, kann gerne auch hier gucken: http://www.netzwerk-homoeopathie.eu

    Lieben Gruß, Natalie

  • Im ersten Satz haben Sie vor „eine“ wohl irrtümlich ein „k“ eingefügt.

    Ich schlage Ihnen vor, dass Sie bei Gelegenheit einmal mit ganzganz vielen Eltern sprechen. So gut wie jedes (Klein-)Kind durchlebt Phasen von mehreren Wochen oder Monaten, in denen es sich aus unserer Sicht „seltsam“ verhält. In dem es Dinge tut oder nicht mehr tut, die vorher ganz normal waren.

    Dass die Kügelchen keinerlei Wirkstoff enthalten, und damit keine über dern Placeboeffekt hinaus reichende Wirkung haben, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein.

    Den Griff zur Homöopathie halte ich in diesem Zusammenhang für sehr problematisch. Sehr viele Menschen wie Sie haben offenbar eine Haltung eingenommen, dass die ganz normale Entwicklung des Kindes durch Medikamente beeinflusst werden müsste. Ich weiss, die Homöopathen nennen es „Unterstützung“. Was der Unterschied dazwischen ist, erschliesst sich mir nicht.

    Schlussendlich ziehen Sie Kinder gross, die von ganz klein an gelernt haben, dass es für alles Mögliche „Medikamente“ braucht. Und im schlimmsten Fall vergessen Sie dabei, dass Kinder auch Zuwendung und Erziehung brauchen.

    Übrigens: Sogenannte „klassische Homöopathen“ behaupten durchs Band, dass Komplexmittel sinnlos und im schlimmsten Fall gefährlich seien (was natürlich Quatsch ist). Dennoch sind die Konsumenten von Komplexmitteln genauso von der Wirkung überzeugt wie die Anwender von Einzelmitteln. Wer hat Recht? Beide können nicht recht haben. Das stört die Glaubensmediziner jedoch nicht.

  • Ich hatte früher auch an die Wirkung der Globuli glaubt und sie meinen Kindern und mir selbst verabreicht. Ich habe mich eingelesen und verschiedene Bücher gekauft. Ich habe mir eingebildet, mich ganz gut auszukennen. Welch Irrtum!
    Egal, ob mit Arnika D30 oder ohne: eine Beule verschwindet von alleine oder kommt erst gar nicht. Man kann auch kühlen. Als meine Tochter im Krankenhaus operiert werden musste, Spritzen bekam, habe ich ihr Lieder vorgesungen. Die Ärzte waren ganz erstaunt, dass dies geholfen hat!
    Heute weiß ich, dass Homöopathie wie Placebo bei Proxy Wirkt. In Zusammenarbeit mit einem Arzt habe ich meiner Tochter bewusst Placebo verabreicht-nach vorheriger Abklärung, ob dies vearantwortet werden kann. Es hat geholfen! Wasser mit Lebensmittelfarbe.
    Homöopathie braucht es nicht, vor allem nicht bei Kindern. Was sollen sie auch lernen? Dass es gut ist, für jedes Wehwehchen etwas in den Mund geschoben zu bekommen?
    Ich weiß, dass Homöopathie sehr verbreitet ist. Ich bekomme das jetzt bei meinem Enkel wieder mit. Und Freundschaften können zerbrechen, wenn man mit den Freunden über die Wirksamkeit der Homöopathie diskutiert… heute habe ich ein sehr kritisches Verhältnis zu Globuli und Co.
    Von der Wirkung von Placebos bin ich überzeugt. Das ist auch der Grund, warum Globuli vermeintlich helfen. Schlimm ist es, wenn man aufgrund dieser guten Erfahrungen, auch schwere Erkrankungen ebenfalls homöopathisch behandeln möchte!
    Diese Gefahr ist da.

  • Homöopathie konnte in über 200 Jahren trotz verzweifelter Versuche der Homöopathen keine Wirkung nachweisen. In hohen Potenzen ist nicht mal mehr ein Molekül des ehemaligen Stoffes nachweisbar und geistartige Kräfte gibt es nicht.

    Eine vermeintliche Wirkung ist lediglich der normale Krankheitsverlauf, es gibt keinen Effekt über Placebo. Homöopathie bei banalen, selbstlimitierenden Beschwerden eingesetzt schadet selbstverständlich nicht. Was allerdings schadet, ist der dadurch immer stärker werdende Glaube an eine tatsächliche Wirkung. Effekt des Ganzen ist, dass Homöopathie dann auch bei schwerwiegenden Erkrankungen eingesetzt wird und sinnvolle Therapien unterbleiben. Im schlimmsten Fall büßt man diesen Glauben sogar mit dem Tod.

    Wer sich wirklich seriös informieren möchte zum Thema, sollte folgende Seiten besuchen:
    http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/ueber-uns
    http://www.homöopedia.eu/index.php/Homöopedia:Startseite

  • Liebe Frau Friedlich,
    ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie die kritischen Beiträge freischalten. Hätte ich eigentlich nicht gedacht, finde ich klasse. Für Sie und Ihr Mini-Menschen-Mädchen alles Gute und vielleicht in Zukunft mit mehr Vertrauen in die eigenen Selbstheilungskräfte und im Notfall mit „richtiger“ Medizin? 😉

    Herzliche Grüße
    Bettina Frank

  • Viel Richtiges wurde hier schon gesagt. Ich möchte deshalb nur auf zwei Aspekte besonders hinweisen:

    – Eine Meinung haben zu dürfen, ist selbstverständlich. Ob eine Meinung in allen Fällen Grundlage für verantwortliches Handeln ist, wage ich sehr zu bezweifeln. Auf einer „eigenen Meinung“ zu beharren bei Dingen, für die es klare Belege und einen Konsens bei den Leuten gibt, die sich professionell mit der Materie befassen (z.B. die Wirksamkeit und Notwendigkeit zu Impfen, aber auch die Unwirksamkeit der Homöopathie, die von der weltweiten Wissenschaftsgemeinde in überwältigender Mehrheit als Fakt angesehen wird) kann aber höchst irrational sein. In der Regel hat man dazu gar keine „Meinung“, sondern man folgt dem angeblichen „Herdenwissen“, das sich leider bei ausreichender Verbreitung gern als unhinterfragte „Wahrheit“ einschleicht.

    – Einzelfälle, und mögen sie auf den ersten Blick auch noch so spektakulär erscheinen, sind NIE ein Beleg für die Wirksamkeit von irgendetwas. Im Falle der kleinen Frieda ist es offensichtlich wie immer – die Befindlichkeiten und die Krankheiten, die Sie geschildert haben, sind sämtlich selbstlimitierend, das heißt, sie streben nach einem Höhepunkt (das ist meist der Zeitpunkt, an dem man die homöopathische „Behandlung“ beginnt) von selbst ihrem Ende zu. Es ist belegt, dass in rund 80 Prozent der Anwendungen Homöopathie bei derartigen selbstlimitierenden Krankheiten eingesetzt werden. Kein Wunder, dass allerorten von der tollen „Wirksamkeit“ geredet wird.

    Ihr Vorgehen hat ohnehin -das mal am Rande- mit Homöopathie weitaus weniger zu tun als mit Geschäftemacherei. Die Lehre nach Hahnemann schließt zunächst einmal eine Selbstbehandlung kategorisch aus, sie erfordert für Symptomerfassung und Zuordnung des homöopathischen Mittels die Erfahrung eines „Heilkundigen“. Dieser Vorgang ist -obwohl unsinnig und unwirksam- recht aufwendig. Zum anderen ist die Gabe von Komplexmitteln ebenfalls ein schwerer Verstoß gegen die homöopathischen Grundsätze, die verlangen, nur ein, DAS eine im speziellen Fall wirksame Arzneimittel zu verabreichen.

    Hahnemann selbst würde sowohl den freien Verkauf irgendwelcher Mittel an Endverbraucher als auch Herstellung und Vertrieb von „Komplexmitteln“ als „elende Geschäftemacherei“ ansehen. Und er hätte Recht damit.

    Zwei freundliche Bitten: Informieren Sie sich einmal über die Grundannahmen der Hömoöpathie und fragen Sie sich selbst, ob sie der Methode dann noch vertrauen (z.B. hier: http://www.netzwerk-homoeopathie.eu). Und: Verzichten Sie auf „homöopathische Behandlungen“ der kleinen Frieda, denn Globuli sind für Kinder aus manchen Gründen schon erst Recht nichts (Lesetipp: http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/susannchen-braucht-keine-globuli).

    Ich wünsche der Kleinen und Ihnen von Herzen alles Gute!
    Udo Endruscheit

  • Liebe Mutter von Frieda,

    Sie sind bestimmt eine tolle Mutter, denn nur mit Ihrer Kraft konnte Frieda due Selbstheilungskräfte aktivieren und typisch nervige Verhaltensmuster durchbrechen. Dafür brauchen Sie wirklich keine “Krücken“ wie Zuckerkügelchen, die nur den Blutzucker marginal beeinflussen. Dann lieber zu bunten Smarties greifen, die machen mehr Spaß (Scherz).

    Meine Vorkommentatoren haben sich schon viel Mühe gegeben. Frau Grams war sogar mal praktizierende erfolgreiche Heilpraktikerin bis sie in die Tiefen der Homöopathiemittelherstellung begab und wissenschaftlich geläutert dem Humbug abwand und nun wichtige Aufklärung betreibt.

    Ich bin “nur“ Mutter, die mit der Schwangerschaft schon von der Hebamme in das Globuli-Marketing eingeführt werden sollte. Aber schon der Beipackzettel sollte gerade Eltern stutzig machen, denn es steht unterm Strich NICHTS drin. Und das ist es dann auch.

    Also: Kopf hoch, Brust raus – Friedas Eltern, Ihr packt das! Und bei echter Not gibt es Hilfe von kompetenten Kinderärzten. Ach: und die Globuli in den Müll zu werfen heißt nicht bewährte Hausmittel zu vergessen, denn Wadenwickel bei hohem Fieber helfen z.B. wirklich (mindestens begleitend).

  • Hallo Frau Friedlich,

    auch wenn es die Stimmung versaut: Die Verteidigung Ihres Rechts, deshalb Unfug zu glauben, weil Ihnen „Ihre Erfahrungen“ offenbaren, dass dieser Unfug möglicherweise (hochwahrscheinlich, ganz sicher) keiner ist – egal, was andere darüber denken mögen – lässt mich zwar nicht grundsätzlich an der Vernunft als korrigierende Kraft gegenüber einer völlig undisziplinierten Gedankenwelt zweifeln – aber eben doch daran, ob unsere Bildungsinstitutionen ihrem Auftrag noch gerecht werden, einen zentralen Aspekt unserer Kultur zu vermitteln: Überprüfbares (objektives) Wissen hat Vorrang vor dem immer subjektiven „Erfahrungswissen“.

    Letztlich verdanken wir dieser Einsicht unser komfortables Leben und die Verlässlichkeit einer im Grunde doch ganz gut funktionierenden Gesellschaft, die nicht zuletzt deswegen verlässlich ist, weil ein Konsens darüber existiert, dass eben nicht zum jedem erdenklichen Thema individuelle Meinungen gibt, die tatsächlich von Bedeutung wären (auch wenn diese als „individuelle Meinung“ zweifellos „erlaubt“ sind).

    Eigentlich verhält es sich nämlich so: Zu äußerst vielen Sachverhalten gibt es keineswegs verschiedene – gleichberechtigte/gleichwertige – Meinungen, sondern nur eine einzige richtige – und unendliche viele falsche.

    Ein Beispiel: Sie können selbstverständlich der Meinung sein, dass in einer Kamera viele ganz kleine Männchen leben, die jedes Mal, wenn sich der Verschluss öffnet, das, was sie dann sehen, mit kleinsten Pinselchen auf den Film malen. Das kann und darf man glauben – es ist aber falsch.

    Wir wissen, dass diese Meinung falsch ist, weil wir wissen, wie eine Kamera funktioniert.

    Und selbst, wenn wir das nicht so genau wissen, so wissen wir doch, dass es keine kleinen Männchen mit einer Begabung als Schnellzeichner gibt. Aber auch dann, wenn wir deren Existenz nicht kategorisch ausschließen wollen, so könnten wir uns doch überzeugen, in dem wir die Kamera öffnen – und ganz genau nachschauen.

    „Ganz genau nachschauen“ ist eine gute Idee! Es ist eine geradezu hervorragende Idee – und dass die uns, als Menschheit, eingefallen ist, ist großartig.

    Womit wir beim eigentlichen Thema angelangt sind.

    „Ganz genau nachschauen“ steht sinngemäß für die Kulturtechnik „Wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn“. Wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn ist die konkrete Verwendung von Werkzeugen, technischen und geistigen, mit dem wesentlichen Zweck, aus der enormen Zahl von Meinungen, die man so haben kann, die richtige herauszufinden – und den Rest als Irrtum zu entsorgen.

    Was bedeutet das für die Homöopathie – und damit für Ihre Meinung, dass das Verfahren Ihrer Tochter bei diversen Befindlichkeitsstörungen geholfen hat?

    Um diese Frage zu beantworten, ist es sinnvoll, ein wenig zurückzublicken. Mit anderen historischen Zeiträumen verglichen, nicht allzu lange, aber doch so ein- bis zweihundert Jahre.

    Vor etwa 150 Jahren…

    entstand durch den Wissenszuwachs der modernen Naturwissenschaften in der damaligen Medizin etwas, was man üblicherweise als „Paradigmenwechsel“ bezeichnet.

    Anders ausgedrückt: So gut wie alles, was bis dahin galt, wurde – völlig berechtigt – in den Orkus entsorgt.

    Dieser Paradigmenwechsel bestand im Wesentlichen in der Umsetzung der Erkenntnis, dass die kausalen Ursachen unserer Erkrankungen (und die daraus resultierenden Bekämpfungsstrategien) weder etwas mit „gestörten Lebenskräften“ oder mit „progredienten Urkrankheiten“ und deren individuellen Ausprägungen zu tun haben, sie auch nicht miasmatischen Ausdünstungen zu verdanken sind, und schon mal überhaupt nicht die Ergebnisse göttlicher Strafen oder bösartiger Flüche und Verhexungen sind.

    Alle diese Vorstellungen entstammten der zeitbedingten Unfähigkeit, die tatsächlichen Ursachen von Erkrankungen zu erkennen. Es sind Phantasiegebilde, also geistige Konstruktionen, die keine Entsprechung in der Realität haben. Banaler Aberglaube, der nichts erklären kann, und an seiner Unfähigkeit letztlich scheitern musste.

    Alle diese Vorstellungen, die schon seit Jahrhunderten, zum Teil seit Jahrtausenden als berechtigte Meinung galten, wurden entsorgt, als sie Konkurrenz bekamen: nämlich die Einsichten und Erkenntnisse, die uns die modernen Naturwissenschaften lieferten.

    Als klar wurde, dass unsere Erkrankungen auf die Wirkung pathogener Mikroorganismen oder auf gestörte zelluläre Prozesse zurückzuführen sind, von toxischen Stoffen verursacht werden, die Folgen genetischer Schäden sind, oder durch Nährstoffmangel veranlasst werden, sorgte das dafür, dass in kürzester Zeit die bis dahin existierenden Auffassungen als „falsch“ deklariert, und durch objektives, also belegtes Wissen ersetzt wurden.

    Was dieser fundamentalen Änderung der Arbeitsgrundlagen folgte, war, an historischen Zeiträumen gemessen, ein sekundenschnelles Ansteigen der Lebenserwartung, wie auch eine ebenso radikale Abnahme der Kindersterblichkeit. Und jeder weitere Schritt der modernen Medizin, die auf diesen „neuen“ Grundlagen basierte, verbesserte die Werte kontinuierlich.

    Jeder von uns profitiert heute durch die pre- und postnatale Versorgung in seinen frühesten Lebenstagen bis zur schmerz- und angstlindernden medizinischen Begleitung seiner letzten Lebensphase von dieser einzigartigen Medizin, die deswegen einzigartig ist, weil sie, im Gegensatz zu jeder anderen Variante der weltweit angewendeten (traditionellen) Systeme der Heilkunde, belastbare(!) Aussagen zu den Ursachen und Folgen von Erkrankungen machen kann.

    Was auch noch deutlich wurde: Die Werkzeuge der wissenschaftlichen Erkenntnis funktionieren.
    Wir sind nicht nur in der Lage, richtige – und damit natürlich auch falsche – Ansichten zu erkennen, wir können, was von großen Wert für Fehlervermeidung und Risikominimierung ist, nachvollziehen, wie Denkfehler entstanden sind, wo Irrtümer ihre Ursachen haben.

    Wer nämlich weiß, wie und wo beispielweise die Fehler bei Bewertung der therapeutischen Wirksamkeit auftreten, wird diese Fehlerquellen in seine Überlegungen einbeziehen – und versuchen, sie zu vermeiden.

    Vor etwa 220 Jahren…

    also sechs oder eher sieben Jahrzehnte vor diesem Umbruch, bastelte sich der sächsische Apotheker Hahnemann eine pharmakologische Therapie zusammen, deren sämtliche Elemente aus solchen Vorstellungen zur Natur bestanden, die ein halbes Jahrhundert später, eben durch die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnismethoden als „falsch“ identifiziert wurden.
    Nichts in Hahnemanns Lehre hat außerhalb seines Theoriegebäudes irgendeine Bedeutung. Die Homöopathie ist eine Irrlehre.

    Hahnemann Genialität, sofern man angesichts der doch recht simplen Kulturtechnik des „Verdünnens“ hier von Genie sprechen sollte, bestand einzig und allein darin, den gesamten damals gebräuchlichen pharmazeutischen Irrwitz so konsequent zu verdünnen, dass seine Patienten von den „Arzneien“ nicht umgebracht wurden, und damit die Chance erhielten, mit vorhandenen Selbstheilungskräften ihre Erkrankung zu bewältigen.

    Hahnemann Genialität bestand also – einzig und allein – darin, nichts zu tun, und das mit viel begleitendem Theater.

    Und nichts zu tun, war angesichts der rund 60 oder 70 Mittel, die Hahnemann selbst als „Arzneien“ anwendete, eine ganz hervorragende Entscheidung, bestand doch ein erheblicher Teil der Hahnemannschen Pharmazie aus Substanzen, die zwar keinen medizinischen Nutzen hatten, dafür aber gut giftig waren.

    So waren im Hahnemannschen Apothekerschränkchen „Arzneien“ wie Aconitum nappelus (Blauer Eisenhut), Agaricus muscarius (Fliegenpilz), Argentum (Silber), Cocculus (Kockelskörner), Conium maculatum ( Gefleckter Schierling), Arsenicum (Arsen), Digitalis (Fingerhut), Hyoscyamus (Bilsenkraut), Ignatia (Ignatiusbohne), Mercurius (Quecksilber), Nitri acidum (Salpetersäure), Nux vomica (Brechnuss), Rhus toxicodendron (Giftsumach), Squille (weiße Meerzwiebel), Staphisagria (Stephanskraut) Stramonium (Stechapfel) oder Sulphuricum acidum (Schwefelsäure) zu finden, die allesamt, jede einzelne, geeignet sind, auch gesunden Menschen den Garaus zu bereiten.

    Wer also, angesichts der illustren Liste, von unbändiger Experimentierlust überfallen wird, dem sei empfohlen, für den unweigerlich notwendigen Kontakt mit einer der bundesweit zu findenden Giftnotrufzentralen ein Handbuch der Toxikologie bereitzulegen – das dürfte Diagnose und Hilfeleistung deutlich beschleunigen.

    Kommen wir zurück zu Hahnemanns „Nichtstun“: Dass er die „Erfolge“ seiner Therapie genau dem zu verdanken hatte, ist Hahnemann nie klargeworden, möglicherweise hat er aber diese Überlegungen auch verdrängt – was, aus der Perspektive des Apothekers, durchaus verständlich gewesen wäre, schließlich hätte diese Einsicht existenzbedrohliche Auswirkungen gehabt.

    Es musste also eine Erklärung her, mit der die Heilerfolge anders erklärt werden konnten, als durch die reine Vermeidung einer wahrscheinlichen Vergiftung – und das dringend, da Hahnemann hinsichtlich seines Potenzierungsverfahrens unter erheblichem Rechtfertigungsdruck stand – weil schon zu seiner Zeit dessen Absurdität und die Unvereinbarkeit mit Alltagserfahrungen deutlich wurde.

    Was macht nun Hahnemann, nicht nur Starrkopf, sondern auch phantasievoller Erfinder und geübt in der Neuinterpretation vorwissenschaftlicher Vorstellungen?

    Genau das, was er schon einmal mit dem Simile-Prinzip gemacht hat – er nimmt frühere metaphysische Vorstellung von den „geistartigen Kräften“ in der Materie auf – und verbastelt sie in seiner Theorie.

    Und damit niemand auch nur auf den Gedanken kommt, sich mit diesen „geistartigen Kräften“ näher zu beschäftigen, oder, was ganz besonders unbequem wäre, auch noch nach Belegen für deren Existenz zu suchen, erklärt der große Meister im § 20 des Organons:

    „Diese im innern Wesen der Arzneien verborgene, geistartige Kraft, Menschenbefinden umzuändern und daher Krankheiten zu heilen, ist an sich auf keine Weise mit bloßer Verstandes-Anstrengung erkennbar; bloß durch ihre Aeußerungen beim Einwirken auf das Befinden der Menschen, läßt sie sich in der Erfahrung, und zwar deutlich wahrnehmen.“

    Und genau das ist der Klassiker der Selbst- und Fremdtäuschung: Das Phänomen, dessen Existenz ich behaupte, kann ich zwar nicht belegen, aber ich erkläre einen beliebigen Effekt als durch das angebliche Phänomen verursacht. Und immer wenn der Effekt auftritt, ist das nicht belegbare Phänomen bewiesen.

    Besser geht „für-dumm-verkaufen“ nicht. Und wie gut Hahnemann als Verkäufer seiner Vorstellungen war, sieht man daran, dass – seit 200 Jahren ungebrochen – in der Denkwelt der Homöopathen immer noch die Vorstellung existiert, dass nur die „Erfahrung“ die wirklich bedeutsamen Erkenntnisse liefert.

    Das Dilemma, was sich hinter Hahnemanns Edikt verbirgt, ist aber unübersehbar: Er hatte schlicht keine andere Möglichkeit, den therapeutischen Nutzen seiner Arzneien festzustellen, als im Einzelfall zu beobachten, ob der Patient überlebt oder nicht. Überlebte er, war es der Beweis für die Tauglichkeit der Arznei. Andere Gründe – von denen es eine Menge gibt – wollte oder konnte sich der Begründer der Homöopathie nicht vorstellen.

    Heute…

    220 Jahre nach der selbst von Seiten der Homöopathen als Irrtum identifizierten Hahnemannschen Initialzündung „Chinarindenversuch“, und auch schon 150 Jahre nach der Entsorgung Hahnemannscher Vorstellungen als vorwissenschaftlicher Unsinn, erleben wir eine absonderliche Renaissance der Homöopathie, eine Wiederbelebung der völlig untauglichen Krankheitslehre des Gründervaters der Homöopathie, nebst dessen mittelalterlichen Behauptungskatalog, und sämtlichen dazugehörigen Wahrnehmungs- und Beurteilungsfehlern.

    Und es beginnt letztlich damit, hinter den Erfahrungen in einem Einzelfall kausale Zusammenhänge anzunehmen; also so, wie Sie es tun, Frau Friedrich.

    Jetzt sagt Ihnen zwar jeder, der so ein bisschen was von der Materie versteht, dass das Geschehen in Einzelfällen keinesfalls als „Beweis“ für die Wirksamkeit eines Medikaments taugt – im Gegenteil, das Hochrechnen von Einzelfallergebnisse ist eine der größten Fehlleistungen, die bei der Bewertung von Medikamentenwirksamkeiten überhaupt gemacht werden können.

    Warum das so ist, lässt sich an dem von Ihnen genannten Beispiel hervorragend beschreiben:

    Alle Kinder durchleben eine Phase der Angst vor Fremden – mal mehr mal weniger heftig. „Fremdeln“ ist keine Krankheit, sondern ein (sinnvoller und unvermeidlicher) Entwicklungsprozess, den Eltern unterstützen können, in dem sie die Ängste des Kindes nicht banalisieren, aber eben auch nicht dramatisieren, sondern dem Kind, vor allem auch durch eigene Gelassenheit, signalisieren, dass im Grunde alles in Ordnung ist.

    Das Ganze zur therapiebedürftigen Krankheit zur erklären, indem man dem Kind Medikamente einwirft, ist aber genau das Gegenteil einer gelassenen Haltung.

    Da aber das Fremdeln üblicherweise vor dem 3. Lebensjahr von allein weitestgehend verschwindet (vollständig verliert sich die Angst vor Fremden auch bei Erwachsenen nicht), erzeugt hier der übliche „cum hoc, ergo propter hoc“ – Fehlschluss die Überzeugung, die eingeworfenen Globuli hätte etwas bewirkt.

    Falls Ihnen, Frau Friedrich, der Begriff nicht geläufig ist: „cum hoc, ergo propter hoc“, bedeutet „mit diesem, folglich wegen diesem“ und ist, als Fehlschluss, so zu verstehen, dass bei einem zeitlichen Zusammentreffen zweier Ereignisse – unberechtigt – auch eine kausale, ein ursächliche Verbindung zwischen den Ereignissen unterstellt wird.

    „Eine Arznei wird eingenommen“ und „Die Krankheit verschwindet“, sind erst einmal nur zwei verschiedene Ereignisse. Der Schluss, „Die Krankheit verschwindet, weil die Arznei eingenommen wurde“, ist der, den wir zwar immer ziehen wollen, aber berechtigt nur dann ziehen können, wenn er nach objektiven Maßstäben belegt werden kann – und genau daran scheitert die Homöopathie seit dem ersten Tag ihrer Erfindung.

    Nicht anders verhält es sich auch mit den sonst noch genannten Beschwerden, den Erkältungen.

    Nicht zu Unrecht stehen URTI (Upper respiratory tract infections), auf deutsch Husten, Schnupfen, Heiserkeit ganz oben in der Rangliste der vermeintlichen homöopathischen Behandlungserfolge.

    „URTI“ ist der Homöopathen liebstes Kind beim Kind, und dass aus sehr einfach nachvollziehbaren Gründen: Erstens sind diese Infektionen im Regelfall harmlos, sie heilen in den meisten Fällen ohne Therapie, zweitens sind es die mit Abstand häufigsten Erkrankungen im Kindesalter, so dass eine große Zahl von „Heilerfahrungen“ auch dann gemacht werden, wenn völlig untaugliche Therapien zur Anwendung kommen.

    Ich bring es mal auf den Punkt:
    Jede Therapie – wenn sie das Kind nicht gerade umbringt – heilt URTI, weil URTI ohne Therapie heilt.

    Die meisten Eltern kennen das Phänomen, dass aus ihrem Kind mit einem Mal eine klassische Rotznase wird. Alle paar Tage krank, und kaum zurück in die Kita, geht der Ärger schon wieder los.
    Und es werden Globuli eingeworfen, was das Zeug hält.

    Nun ist es so, dass das Immunsystem der Kleinen sich erst entwickeln muss. Immunkompetenz entsteht durch Kontakt mit Krankheitserregern. Allein für „URTI“ sind rund 200 verschiedene Virentypen (und auch ein paar Bakterien) verantwortlich, die das Immunsystem erst kennenlernen muss.

    Kontakt mit vielen verschieden Viren haben die Jüngsten natürlich dort, wo viele Rotznasen aufeinandertreffen. Insofern wundert es nicht, wenn nach der einen ausgeheilten Erkrankung, die Kita-Gruppe schon kurzfristig später wieder dafür sorgt, dass das Immunsystem erst gar nicht den Trainingsmodus verlässt.In der kindlichen Reifungsphase sind so 8 bis 12 Erkältungen pro Jahr völlig normal.

    Irgendwann aber sorgt das reifende, mittlerweile deutlich erfahrenere Immunsystem dafür, dass die Rotznasen, die man nicht umsonst in einem bestimmten Alter so nennt, plötzlich keine Rotznasen mehr sind. Lag das Kind dann nicht mehr alle Nase lang flach, dann lag es in meiner Generation noch daran, dass der Nachwuchs „aus dem Gröbsten“ heraus war, was nur eine nette Umschreibung dafür ist, dass eine übliche Phase in der kindlichen Entwicklung abgeschlossen wurde.

    Man könnte, Frau Friedrich, was die therapeutischen Erfolge der Homöopathie angeht, einen Fall nach dem nächsten aufrollen – mit immer gleichem Ergebnis.

    Die Erfolgsgeschichten der Homöopathie sind die natürlichen Verläufe selbstlimitierender (selbstbegrenzender, selbstheilender) Erkrankungen, es sind die als Heilung fehlinterpretierten beschwerdeärmeren Phasen bei zyklischen Krankheitsverläufen, oder, nicht selten, die Heilung von „Erkrankungen“, die überhaupt keine sind.

    Wenn Homöopathen allerdings, wie die Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVHÄ), von deren Praxisseite das nachfolgende Zitat stammt, dem Größenwahn verfallen, auch dann noch zuständig zu sein, wenn es kritisch wird,

    „Homöopathie hilft bei allen Krankheiten, die keiner chirurgischen oder intensivmedizinischen Behandlung bedürfen. Ein sorgfältig ausgewähltes homöopathisches Arzneimittel heilt schnell, sanft, sicher, nebenwirkungsfrei und dauerhaft auch schwere, akute und chronische Erkrankungen, wie Migräne, Neurodermitis, Asthma bronchiale, Colitis, Rheumatismus u.v.a., für die sonst nur Linderung, aber keine Heilung möglich ist. Dies gilt auch für akute Krankheiten bakterieller oder viraler Natur. Solange der Organismus zu einer Reaktion auf die Arznei fähig ist, kann ein homöopathisches Mittel heilen.“

    dann ist das fatal – oder kann es werden. Mindestens für den Erkrankten.

    Kommen wir zum Schluss: Sich über die von mir angesprochene Problematik – und auch über sämtliche anderen Ungereimtheiten der Homöopathie – neutral – zu informieren, ist eine Sache, die nur wenig Recherche-Aufwand nötig macht. Schon allein der Wikipedia-Artikel zur Homöopathie liefert umfangreiche Informationen, die jedem Anwender zu denken geben sollten.

    Deshalb zum Abschluss meine Frage: Wann, Frau Friedrich, würde Ihre Überzeugung Schaden nehmen? Welche Erkrankung Ihres Kindes würde Sie veranlassen, Ihre Meinung zu revidieren?

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