sensibel und besonders begabt

HOCHSENSIBILITÄT + BEGABUNG ​Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt schreiben soll. Und als er dann geschrieben war, habe ich sogar nochmal überlegt, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen will. Es gibt im Leben mit Kindern nunmal auch Themen, die sehr persönlich sind und die viele Eltern vielleicht lieber privat halten. Viel zu schnell wird man von anderen verurteilt, belächelt und womöglich auch in (falsche) Schubladen gesteckt. Gerade natürlich als Blogger, weil man vieles aus seinem Leben öffentlich „zur Schau“ stellt. Als für mich klar war, dass unsere Frieda hochsensibel ist, habe ich nicht lange darüber nachdenken müssen, ob ich darüber bloggen möchte. Was bitte kann schlimm daran sein, besonders emphatisch, gefühlvoll und sensibel durchs Leben zu gehen? Es ist in meinen Augen ein ganz wunderschöner Wesenszug. Seitdem wir offener mit der Hochsensibilität unserer Frieda umgehen und unterschiedlichen Menschen in unserem Umfeld oder Erziehern in der KiTa über Hochsensibilität erzählen, ist alles etwas leichter für uns geworden. Die Leute um uns herum zeigen mittlerweile mehr Verständnis und so manchmal wird sogar auch ein bißchen am Setting geändert, damit Übergänge oder besondere Situationen unserer Frieda leichter fallen. Auch hier auf dem Blog habe ich ausschließlich gute Erfahrungen damit gemacht, über das hochsensible Wesen unserer Frieda zu schreiben. Ich bekomme viele private Nachrichten, viele Fragen und auch Dankes-Mails, dass die besondere Sensibilität des eigenen Kindes erst durch meine Beiträge irgendwie greifbar wurde und einen „Namen“ bekam. Unsere Alltagsgeschichten helfen vielen, vielen anderen Familien und machen ihnen Mut. Außerdem habe ich das Glück endlich Kontakt zu ein paar anderen wunderbaren Müttern hochsensibler Kinder gefunden zu haben. Das freut mich sehr und so ist Hochsensibilität auch irgendwie eines meiner Lieblingsthemen geworden.

begabung und viele vorurteile

Das Thema Begabung hingegen ist aber dann ja doch eines, bei dem Außenstehende – meistens sicherlich aus Unkenntnis – sehr schnell belächeln, (ver-)urteilen oder zumindestens ein sehr starres und festgefahrenes Bild von besonders begabten Kindern haben. Begabte Kinder sind Überflieger in KiTa und Schule, sind kleine Professoren, Besserwisser und stellen immer nur hochintelligente Fragen. Sie sind Meister im Klavierspiel, können mit 3 Jahren bereits Lesen, Schreiben und Rechnen, sprechen mit 5 Jahren schon fließend eine dritte Sprache und benehmen sich sowieso immer und überall wie kleine Erwachsene. Sie spielen nicht mehr wie „normale“ Kinder, sondern studieren ausschließlich Sachbücher zu Dinosauriern, Pflanzen oder Fossilien. So zumindestens in den Köpfen vieler Menschen, um jetzt nur sehr wenige Vorurteile zu nennen. Auch aus diesem Grund möchte ich es wagen und in einer weiteren lockeren Reihe von unserem Alltag mit einer hochsensiblen und besonders begabten Tochter erzählen. Begabte Kinder sind nämlich in erster Linie eines: Kinder!

Seit einigen Monaten ist Begabung auch eines meiner absoluten Lieblingsthemen geworden. Es gibt so viel zu erfahren, so viel Raum sich als Eltern zu entwickeln. In den nächsten Wochen habe ich auf jeden Fall einiges über Begabung zu erzählen. Über unsere Unsicherheit, ob Frieda überhaupt besonders begabt sein könnte, der längere Weg zur Diagnostik, unserer Schulwunsch und die Für und Wider einer möglichen Einschulung als Kann-Kind. Es bleibt spannend und ich freue mich, wenn ihr euch mit uns auf diesen Weg begebt.

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